Presse
17.01.2022
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SEG Automotive gründet Unternehmen für elektrische Antriebssysteme in China

  • SEG Automotive e-Drive System Company entwickelt direkt in China Hochvolt-Lösungen für den dortigen Markt
  • Markteintritt in Europa von Stuttgart aus mit bestehendem, skalierbaren E-Maschinen Baukasten
  • Als neuer CEO verantwortet Ferdinando Sorrentino die weitere Expansion von SEG Automotive im Hochvoltgeschäft

Mit einer gezielten Investition in die Hochvoltentwicklung in China baut SEG Automotive seine Elektrifizierungsaktivitäten gezielt weiter aus. Über die neugegründete SEG Automotive e-Drive System Company Ltd. wird der Zulieferer dazu Hochvolt-Lösungen speziell zugeschnitten auf den dortigen Markt Kunden entwickeln, vertreiben und produzieren. Den laufenden Eintritt in den europäischen Hochvolt-Markt verfolgt SEG Automotive parallel weiter vom Standort Stuttgart aus mit seiner dort entwickelten, skalierbaren E-Maschinen Plattform. Mit diesem individuell auf die beiden größten Märkte zugeschnittenen Ansatz will der neue CEO Ferdinando Sorrentino das Unternehmen schnell und nachhaltig im Hochvolt-Geschäft etablieren.

E-Mobilität kommt – und insbesondere China und die EU geben dabei den Takt vor. Allerdings sind die Antriebsstrangarchitekturen von Hybrid- und Elektrofahrzeugen weiterhin äußerst heterogen und die Motivation und Produktanforderungen in den beiden größten Elektrifizierungsmärkten grundverschieden. In Europa stehen der Klimaschutzgedanke und höchste Qualitätsansprüche im Vordergrund, in China eher energie- und wirtschaftspolitischer Pragmatismus.

Deswegen ergänzt SEG Automotive nun seine Elektrifizierungsentwicklung in Stuttgart um ein Hochvoltentwicklungszentrum in Changsha, China. Die neugegründete SEG Automotive e-Drive System Company Ltd. wird Lösungen für diesen Schlüsselmarkt und dortige OEMs entwickeln.

„Dieser komplementären Ansatz für die beiden größten Zielmärkte Europa und China erlaubt uns einen schnellen, zielgerichteten Einstieg in das Hochvoltgeschäft“, sagt Ferdinando Sorrentino, neuer CEO von SEG Automotive. Der italienische Manager, der vorher bereits im Aufsichtsrat tätig war, wird dazu seine breitgefächerte Erfahrung in der Automobilbranche, bei strategischen Entwicklungsprojekten und auch speziell hinsichtlich des chinesischen Marktes einbringen. Er folgt auf Peter Sokol und Frank Lorenz-Dietz, die das Unternehmen zum Jahreswechsel verlassen haben, nachdem sie SEG Automotive trotz der anhaltenden Marktverwerfungen technologisch und finanziell auf ein solides Fundament gestellt haben.

„SEG Automotive ist hinsichtlich Know-how, Marktposition und Produktportfolio schlagkräftig aufgestellt“, so Sorrentino weiter. „Im Hochvoltbereich sind wir mit unserem skalierbaren EM-Baukasten in Europa bereits intensiv in Kundengesprächen. Über die SEG Automotive e-Drive System Company werden wir darüber hinaus auf den chinesischen Markt zugeschnittene Lösungen entwickeln. Und im wachsenden Segment für Light Electric Mobility sind wir bereits von Indien aus sehr erfolgreich. In allen Märkten bieten wir jeweils je nach Kundenbedarf E-Maschinen, Einzelkomponenten oder Systemlösungen mit Partnern an.“

Ferdinando Sorrentino, CEO des Automotive Zulieferers SEG Automotive
Ferdinando Sorrentino, neuer CEO von SEG Automotive.

Schneller Markteinstieg in China über SEG Automotive e-Drive System Company

Schon heute ist China der größte Markt der Automobilindustrie und wird diese Stellung mit dem Wandel zur Elektromobilität weiter ausbauen. Umso entscheidender ist das richtige Konzept, um Kunden dort effizient und zielorientiert bedienen zu können.

„Der chinesische Markt hat spezielle Anforderungen – technologisch wie politisch“, erklärt Paul Sun, Regional President von SEG Automotive China. „Unsere führende Marktstellung aus dem konventionellen Geschäft lässt sich am besten direkt von China aus auf das Hochvolt-Geschäft übertragen – und darin investieren wir jetzt gezielt zusätzliche Mittel.“

Mit der SEG Automotive e-Drive System Company setzt der globale Zulieferer auf seinen bestehenden Hochvoltaktivitäten auf. Das neugegründete Unternehmen ist eine gemeinsame Investition von SEG Automotive und seinem chinesischen Eigentümer ZMJ. Mit einem initialen Entwicklungsbudget in zweistelliger Millionenhöhe wird die SEG Automotive e-Drive System Company mit klarem Fokus auf chinesische OEMs pragmatisch lokale Marktchancen ergreifen.

Konsequente Weiterführung Hochvoltstrategie für Europa

Für den europäischen Markt erwarten Kunden ein anderes Leistungsspektrum bei Elektrifizierungslösungen. Dafür hat SEG Automotive bereits eine skalierbare E-Maschinen Plattform entwickelt, der insbesondere beim Wirkungsgrad und der Laufruhe Maßstäbe setzt.

Die darauf basierenden E-Maschinen sind flexibel im Antriebsstrang einsetzbar: zur 48V-Hybridisierung im Getriebeumfeld von Verbrennern bis zum alleinigen E-Antrieb an der Hinterachse. Neben skalierbarer Spannung und Leistung – von 48V bis 800V und von 15 bis 150kW, bietet SEG Automotive dazu einen ebenso flexiblen Baukasten für Software und Elektronik an.

„Mit unserer EM-Produktfamilie decken wir ganz unterschiedliche Kundenanforderungen im PKW und Nutzfahrzeugsegment für den europäischen Markt effizient und dynamisch ab. Je nach Bedürfnis des Kunden von der Einzelkomponente bis zur schlagfertigen 3in1 Systemlösung zusammen mit Partnern“, sagt Rüdiger Benz, Entwicklungschef von SEG Automotive. „Dahinter steckt unsere umfassende Entwicklungskompetenz für E-Maschinen Hardware, Software, Elektronik sowie deren Zusammenspiel.“

Der Markteintritt in Europa läuft unter Führung des Standortes Stuttgart gemeinsam mit den europäischen Produktionsstandorten. Zudem wird es hinsichtlich Technologie, Markt und Kundenaktivitäten intensiven Austausch zwischen Stuttgart und China geben.

„Die Investition in das Hochvolt-Entwicklungszentrum in China stärkt damit nicht nur die dortigen Marktchancen, sondern auch den weiteren Kompetenzaufbau und die technologische Schlagkräftigkeit des ganzen Unternehmens“, sagt Ferdinando Sorrentino. „So werden wir unsere Rolle als Technologieführer für 12V und 48V Lösungen auch auf den Hochvoltmarkt übertragen.“

Tabelle Baukasten Automotive E-Maschine mit abdeckbarer Leistungsbandbreite